Umfrage in Neunkirchen: Angst vor Ebola?

20. Oktober 2014 0:32
   

Haben Sie Angst vor dem Ebola-Virus?

Die BV 9 der GÖD fordert dringend eine Umsetzung der vorbereiteten Maßnahmen zur Bekämpfung einer möglichen Ebola Seuche in Österreich.

Wien (OTS) – Wie sich international gezeigt hat ist die Ansteckungsgefahr bei Ebola selbst in öffentlichen Gesundheitseinrichtungen nicht auszuschließen. Daher sollte in Österreich zeitgerecht gehandelt und nicht, wie bei der Entwicklung in Westafrika die Gefahr für Mitbürger durch die Weltöffentlichkeit verschlafen werden.

Sowohl die GM als auch die GD für öffentliche Sicherheit sprechen in ihren medialen Äußerungen von der Gefahr, die aber in Österreich nicht so groß sein soll, da es keine direkte Fluglinie aus den betreffenden Ländern gebe. Offensichtlich wird völlig verkannt, dass es noch andere Beförderungsmittel auch aus Drittstaaten gibt.

Dringend notwendig scheint nach unserer Sicht ein bundesweiter Ausbau von Behandlungseinrichtungen in den Ländern und die Schulung des Personals. Wie aus Spanien erkennbar, haben selbst Pflegepersonen keine Ahnung von der Gefährlichkeit einer möglichen Erkrankung.

Der Vorsitzende der BV 9 Johann Hable fordert daher die Auslieferung des bestehenden Notfallplanes an Ärzte, Pflegepersonen und Therapeuten, Übungsmaßnahmen für das betroffene Personal, die nötigen Geräte, Schutzanzüge und pharmakologische Versorgung, Spezialrettung und zumindest ein richtig ausgestattetes Krankenzimmer pro Bundesland, österreichweit eine Spezialabteilung für Ebola erkrankte sowie die Forcierung der Entwicklung längst nötiger Medikamente. Wenn diese wirklich Anfang November zur Verfügung stehen sollten, wären zwei Wochen früher durchaus denkbar.
Quelle: Gewerkschaft Öffentlicher Dienst
Johann Hable
Vorsitzender der Bundesvertretung 09 Gesundheits- und Sozialberufe.

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